Demenzbegleitung neu organisiert

Soziale Dienste Burgenland bieten ab 1. April mobile Demenzbegleitung an

 

BAD TATZMANNSDORF, 30. MÄRZ 2026: Mit 1. April sind die Sozialen Dienste Burgenland (SDB) für die Demenzbegleitung im Burgenland zuständig. Die bereits bestehenden Leistungen werden dabei nahtlos weitergeführt und gleichzeitig in die künftige Struktur der Pflege- und Betreuungsangebote im Burgenland eingebunden. „Unser Ziel ist es, die Demenzbegleitung im Burgenland noch stärker zu verankern und für die Menschen möglichst einfach zugänglich zu machen. Die Pflege- und Sozialberatung wird dabei zur zentralen Drehscheibe für Betroffene und Angehörige. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass Angebote künftig wohnortnah an den Pflegestützpunkten verfügbar sind“, erklärt Landesrat Leonhard Schneemann.

Pflege- und Sozialberatung als erste Anlaufstelle
Kern des neuen Modells ist, dass die Pflege- und Sozialberater:innen der SDB die erste Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und alle Fragen rund um Demenz, Pflege und Betreuung sind. Sie übernehmen die Erstberatung, koordinieren die weiteren Schritte und sorgen dafür, dass Menschen rasch die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.

Sollte sich im Rahmen einer Beratung ein Verdacht auf eine demenzielle Erkrankung ergeben, werden die klinischen Psycholog:innen des Demenzteams für die weitere Unterstützung hinzugezogen. Die Erstberatung ist dabei immer kostenlos, bei weiteren Leistungen fallen Selbstbehalte an. Außerdem werden die Pflegestützpunkte im Burgenland künftig systematisch in die Demenzbegleitung eingebunden. Dadurch können gruppenbasierte Angebote wie Gedächtnistraining und Angehörigenarbeit künftig wohnortnah an den Stützpunkten angeboten werden.

Für bestehende Klient:innen keine Veränderung
Ein zentraler Aspekt ist die Sicherstellung der Kontinuität für die Betroffenen: Für bereits bestehende Klient:innen bleibt alles unverändert. Laufende Betreuungen und Beratungen werden durch die SDB fortgeführt. Dadurch bleiben sowohl die fachliche Expertise als auch die gewachsenen Beziehungen und die laufende Betreuung vollständig erhalten. „Von Anfang an war es uns wichtig, dass es für bestehende Klientinnen und Klienten zu keinem Bruch kommt. Die Betreuung wird nahtlos fortgeführt. So gelingt es, Kontinuität zu sichern und gleichzeitig das Angebot im gesamten Burgenland weiterzuentwickeln“, betont Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der SDB.