Soziale Dienste Burgenland
Hilfe nah am Menschen
BAD TATZMANNSDORF, 20. JULI 2026: Anlässlich des Internationalen Gedenktages für verstorbene drogengebrauchende Menschen am 21. Juli beteiligt sich der Psychosoziale Dienst Burgenland (PSD) als Fachbereich der Sozialen Dienste Burgenland (SDB) mit einem stillen Gedenken an allen Standorten in den burgenländischen Bezirksvororten. Damit setzt der PSD ein Zeichen des Erinnerns, der Solidarität und der Hoffnung und macht gleichzeitig auf die Bedeutung von Prävention, Behandlung und Entstigmatisierung aufmerksam.
Die einzelnen Standorte gestalten das Gedenken entsprechend ihren räumlichen Gegebenheiten mit einer Gedenkkerze, einem Informationstisch sowie Plakaten in den Fenstern. Ein zentrales Element ist die österreichweite Schweigeminute, die am 21. Juli um 16 Uhr gemeinsam mit Klient:innen begangen wird.
Die Gedenkinitiative #dufehlst erinnert jährlich an Menschen, die an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben sind. Gleichzeitig macht sie auf die Lebensrealitäten suchtkranker Menschen aufmerksam und setzt sich für mehr Verständnis, Entstigmatisierung sowie einen niederschwelligen Zugang zu Unterstützung und Behandlung ein.
Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der SDB zum Gedenktag: „Suchterkrankungen sind behandelbare Erkrankungen. Je früher Betroffene Unterstützung erhalten, desto besser sind die Chancen auf Stabilisierung und ein selbstbestimmtes Leben. Prävention, niederschwellige Beratung und eine professionelle Begleitung sind dafür unverzichtbar.“
Die Sozialen Dienste Burgenland übernehmen zentrale Aufgaben in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen.
Der Psychosoziale Dienst Burgenland bietet in allen Bezirksvororten Beratungs- und Behandlungsangebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen sowie deren Angehörige an. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Dort erhalten Kinder und Jugendliche mit substanzgebundenen und nicht stoffgebundenen Suchterkrankungen Beratung, Abklärung, Diagnostik und Behandlung.
Die Fachstelle Suchtprävention entwickelt und implementiert präventive Maßnahmen, um Suchtverhalten vorzubeugen. Die Suchtprävention wendet sich mit ihren Angeboten in erster Linie an Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen leben oder arbeiten, um sie als Multiplikator:innen in der Suchtprävention zu befähigen. Dabei bietet sie fachliche Beratungen zur Umsetzung von Projekten in schulischen und außerschulischen Arbeitsfeldern an. Zudem werden zur Unterstützung Workshops mit Jugendlichen durchgeführt.
Im Jahr 2024 starben in Österreich 257 Menschen an den Folgen einer Überdosierung. Das entspricht rund vier Todesfällen pro 100.000 Einwohner:innen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren. Rund 80 Prozent der Verstorbenen waren Männer.
Diese Zahlen stammen aus dem Epidemiologiebericht Sucht 2025 – Illegale Drogen, Alkohol, Nikotin und Glücksspiel der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) und verdeutlichen, wie wichtig ein flächendeckendes Suchthilfeangebot, wirksame Prävention und eine Enttabuisierung von Suchterkrankungen sind.
Weitere Informationen:
Initiative www.dufehlst.at
Epidemiologiebericht Sucht 2025 – Illegale Drogen, Alkohol, Nikotin und Glücksspiel Gesundheit Österreich GmbH (GÖG): goeg.at/drogenbericht_2025